Ein Reisebericht von der internationalen Mini-Wallfahrt 2006 nach Rom

Am 1. und 2. August 2006 trafen sich in Rom über 42'000 Ministrantinnen und Ministranten zur internationalen Ministrantenwallfahrt, die alle fünf Jahre stattfindet. Auch aus der Schweiz waren über 600 Minis mit von der Partie. 350 Minis und ihre Begleitpersonen aus 67 Pfarreien nahmen an der von der Deutschschweizerischen Arbeitsgruppe für MinistrantInnenpastoral (DAMP) organisierten Reise teil, die rund um die internationalen Tage ein einwöchiges Rahmenprogramm bot. Die Wallfahrt stand unter dem Motto „Spiritus vivificat“ – Gottes Geist macht lebendig (Joh 6,63). Kennzeichen der wallfahrenden Minis war das Wallfahrtstuch, auf welches als Symbol des Heiligen Geistes eine Flamme aufgedruckt war.

Die gut gelaunte Gruppe aus der Schweiz mit Minis ab 14 Jahren reiste mit dem Nachtzug nach Rom. Der erste Tag in der Ewigen Stadt stand im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens im Park des Esquilins. In der Kirche S. Cuore di Gesù, in der wir uns auch für die täglichen Besinnungen trafen, feierten wir zusammen mit Martin Gächter, Weihbischof des Bistums Basel und Präsident des internationalen MinistrantInnenbundes (CIM), unseren Eröffnungsgottesdienst.
Unsere Reisegruppe war insgesamt auf 24 Gruppen aufgeteilt, die jeweils von einer erwachsenen Person begleitet wurde. Wir logierten in zweckmässig eingerichteten Hotels nahe des Bahnhofs Termini. Von dort aus unternahmen wir während der Woche unsere abwechslungsreichen Ausflüge. Zwei Tage waren für die Altstadt Roms reserviert, und die Minis begaben sich unter kundiger Reiseleitung auf Entdeckungstour. Ein weiterer Tag war für den Besuch bei der Schweizergarde reserviert: Dieser Höhepunkt blieb den Schweizer Minis vorbehalten. Schweizergardisten führten uns durch ihr Quartier, zeigten einen spannenden Film über ihre 500jährige Geschichte und boten einen Einblick in die Waffenkammer. Der vierte Ausflugstag stand ganz im Zeichen einer Abkühlung: Nach dem Besuch der angenehm kühlen Katakomben von S. Sebastiano fuhren wir mit Bussen an einen Strand bei Ostia, wo wir Baden und so richtig entspannen konnten. Ein besonderes Erlebnis war die gemeinsame 1. August-Feier im Park der Engelsburg mit einem Tellspiel, einer süssen Überraschung und dem Singen der Nationalhymne inmitten eines rot-weissen Fahnenmeeres.
Der unbestrittene Höhepunkt der Woche waren die gemeinsamen Anlässe auf dem Petersplatz.

Am Dienstagabend feierten wir, inmitten eines bunten Fahnenmeeres, zusammen mit über 42'000 Minis aus 18 verschiedenen Ländern einen gemeinsamen Gottesdienst mit Christoph Kardinal Schönborn aus Wien. Am Mittwochvormittag wurden dann die Minis von Papst Benedikt XVI. zur Audienz begrüsst. In seiner kurzen Ansprache würdigte er die Aufgaben der Minis in den Pfarreien und unterstrich das Zeugnis, das sie dadurch für Jesus ablegten. Wie die Apostel „Freunde“ Gottes waren, sind auch die Minis Freundinnen und Freunde Gottes. Durch ihren Dienst an den Menschen setzen sie sich für das Apostolat ein und tragen das am Altar geteilte Brot hinaus in die Welt. Martin Gächter überreichte Benedikt XVI. zudem ein weisses Wallfahrtstuch, und so wurde der Papst nach über 70 Jahren seines ersten Einsatzes als Ministrant „nochmals zum Ministranten erhoben“. Ein eindrückliches Erlebnis war für einen Teil unserer Minis, dass sie während der Audienz ganz vorne beim Papst sitzen durften.

Während der Woche konnten die Minis nicht nur Ministrantinnen und Ministranten aus anderen Orten der Schweiz kennen lernen, sondern auch Kontakte über die Landesgrenzen hinaus knüpfen – vor allem beim traditionellen Tausch der Wallfahrtstücher, die je nach Land eine andere Farbe trugen. Dadurch wurde deutlich, dass es ganz viele andere Kinder und Jugendliche gibt, die ebenfalls ministrieren und dass es etwas ganz Tolles sein kann, zum eigenen Glauben zu stehen. So war der Geist dieser Wallfahrt bis auf die Strassen und Plätze Roms zu spüren, die fest in der Hand der Minis waren. Berührt von Gottes Geist kehrten die Minis mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und Begegnungen in ihre Pfarreien zurück. Möge der „Spiritus vivificat“ auch in der Schweiz weiterwirken und in der MinistrantInnenpastoral Früchte tragen!


David Rüegsegger

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