"Ich bin ein Priester für die Menschen"

Neuer priesterlicher Mitarbeiter: Jarek Platunski

Seit Ende Januar wohnt Jarek Platunski in der Kaplanei St. Peter und Paul. Unser temporärer priesterlicher Mitarbeiter sieht seine Aufgabe undogmatisch und möchte künftig in der Schweiz als Seelsorger wirken.

Jarek ist die Kurzform von Jaroslav, einem weit verbreiteten Vornamen im slawischen Sprachbereich. Jarek Platunski, geboren am 13. Juli 1969, stammt aus Nordostpolen, genauer gesagt den Masu-ren. Die geschichtsträchtige Region gehörte zeitweise als Teil von Ostpreussen zum Deutschen Reich. „Eigentlich ist es eine Sünde, dass die Schweizer Polen nicht kennen. Die Schweizer sollten ab und zu in Polen Ferien machen! Das Bild, das die Massenmedien von diesem Land zeichnen, entspricht in der Regel nicht der Realität.“

Mentalität respektieren
In einer Bauernfamilie zusammen mit zwei Brüdern und einer Schwester aufgewachsen, erlebte Jarek Platunski die Übersiedlung in die Schweiz nicht als Kulturschock. Das hängt wohl damit zusammen, dass er seit 18 Jahren nicht mehr in Polen lebt. Jarek Platunski betrachtet die Schweiz denn auch nicht als Missionsgebiet. „Ich habe keinen göttlichen Auftrag, in ein fremdes Land zu gehen Für mich ist es wichtig, die Mentalität und Gewohnheiten der Menschen zu respektieren. Ich will keine Neuerungen einführen, die an den Menschen vorbei gehen.“ Mit seiner Rolle als priesterlicher Mitarbeiter hat Jarek Platunski keine Mühe. Dafür, dass er in den 11 Jahren seit der Priesterweihe noch keine Pfarreierfahrungen sammeln konnte, ist Jarek Platunskis Werdegang ver-antwortlich.

Vielseitige Ausbildung
Grundschule, Ausbildung zum Kunsttischler, Gymnasium als Werkstudent und Abitur markieren die ersten Stationen von Jarek Platunskis Ausbildung. Der Eintritt in den Kapuzinerorden mit 21 Jahren erfolgte weniger aus Berufung zum Ordensleben sondern aus dem Wunsch, Priester zu werden. Noviziat und Philosophie absolvierte Jarek Platunski in Bratislava (Slowakei), die Theologie in Wien. Im Orden wirkte er als Spiritual bei den Ordensschwestern in Bratislava und als Beichtvater in Italien. Der polyglotte Pole spricht neben seiner Muttersprache Russisch, Tschechisch, Slowakisch, Italienisch und Deutsch. Doch damit nicht genug: „Nachher studierte ich Psychologie und arbeitete drei Jahre als klinischer Psychologe in einem onkologischen Krankenhaus in Bratislava. Dann kam ich als Krankenhausseelsorger nach Österreich und betreute die Tschechen und Slowaken der Diözese Linz.“

Vom Kapuziner zum Weltpriesterstand
Weil Jarek Platunski lieber als Weltpriester mit den Menschen arbeitet, ist er 2006 mit seinem Provinzial übereingekommen, als Priester ausserhalb der Ordensgemeinschaft zu wirken. Gegenwärtig läuft der Prozess der Exklaustration, der ihn definitiv zum Weltpriester macht. Jarek Platunski sieht sich als „Priester für die Menschen“, will in seinem Leben persönliche Gottesbeziehung und Dienst am Menchen verbinden. Er weiss, dass vom Priester heute Flexibilität verlangt wird. Die kann er brauchen, wenn er nach Hochdorf eine Pfarrei in der Schweiz definitiv übernimmt.

André Stocker

 

 



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