Aus der wahren Quelle trinken

Am 3. und 4. August 2010 trafen sich in Rom rund 53‘000 Ministrantinnen und Ministranten zur internationalen MinistrantInnen-Wallfahrt, die alle vier bis fünf Jahre stattfindet und in diesem Jahr unter dem Motto „Aus der wahren Quelle trinken“ stand. Auch aus der Schweiz reisten rund 750 Minis in die Ewige Stadt, davon elf aus Hochdorf. Sie nahmen an der von der Deutschschweizerischen Arbeitsgruppe für MinistrantInnenpastoral (DAMP) organisierten Reise teil, die rund um die internationalen Tage ein einwöchiges Rahmenprogramm bot.

Der Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Martin Gächter und die täglichen Andachten vertieften die Spurensuche nach den Quellen des Lebens. Während der Woche unternahm die Pilgergruppe verschiedene Ausflüge in und um die Stadt Rom. Zwei Tage waren für das Erkunden der Altstadt Roms reserviert. Ein weiterer Tag stand ganz im Zeichen des Vatikans. Neben dem Petersdom mit der Gruft und der Kuppel erhielten die Schweizer Minis einen Einblick in die Schweizergarde. Ein vierter Ausflug führte die Minis in die Calixtus-Katakomben und zum Baden ans Meer. Auch der 1. August wurde im Park der Engelsburg ausgiebig gefeiert.

Die Freundschaft mit Gott im Herzen bewahren
Die Höhepunkte der Woche waren die Anlässe auf dem Petersplatz. Am Dienstagabend feierten die Schweizer Minis zusammen mit den 53'000 Minis aus 17 verschiedenen Ländern eine gemeinsame Andacht, bei der zwei Hochdorfer Ministrantinnen sogar ministrieren durften. Am Mittwochvormittag wurde die Pilgerschar dann von Papst Benedikt XVI. zur Audienz begrüsst, der zuvor mit dem Helikopter aus Castelgandolfo kommend, am Himmel über der jubelnden Menge kreiste. In seiner Ansprache drückte der Papst seine Freude darüber aus, dass so viele junge Menschen nach Rom gekommen sind, die ihn an seine eigene Zeit als Ministrant erinnerten. Der Papst erzählte den Minis die Legende des heiligen Tarzisius, dem Patron der Ministrantinnen und Ministranten, und er lud die Minis ein, die Freundschaft mit Gott wie Tarzisius tief im Herzen zu bewahren und aus ihr das Leben zu gestalten. Ein eindrückliches Erlebnis war für die Hochdorfer Minis zudem, dass sie die Audienz von den Kolonnaden aus verfolgen und so eine ganz besondere Aussicht auf den Petersplatz geniessen durften.

Von Aarau über Luxemburg und Ungarn bis nach Rom
Auf dem Petersplatz stand zudem die grosse Bronze-Figur des heiligen Tarzisius, die für das Minifest 2008 in Aarau angefertigt wurde. Nach einer Europareise mit verschiedenen Stationen in der Schweiz, in Luxemburg und in Ungarn ist sie pünktlich mit den Minis in Rom eingetroffen. Bei der Audienz wurde die Statue von den Schweizer Minis symbolisch dem Papst und damit allen Minis auf der Welt geschenkt. Tags darauf bekam sie dann ihren definitiven Platz bei den Calixtus-Katakomben, wo der Überlieferung nach der heilige Tarzisius im 3. Jahrhundert begraben wurde. Die Skulptur des Basler Künstlers Bernhard Lang möchte dort ein Botschafter sein und auch in Zukunft Jung und Alt ermutigen, Gott und den Menschen zu dienen in der Kirche und auf den Strassen der Welt, so wie es auch Tarzisius getan hat.

Berührt von der „wahren Quelle“
Während der Woche konnten die Minis viele Kontakte auch über die Landesgrenzen hinaus knüpfen – vor allem beim traditionellen Tausch der Wallfahrtstücher, die je nach Land eine andere Farbe trugen. So war der Geist dieser Wallfahrt bis auf die Strassen und Plätze Roms zu spüren, die fest in der Hand der Minis waren. Berührt und genährt von Gottes Quelle kehrten die jungen Menschen mit vielen Eindrücken und Erlebnissen in die Schweiz zurück. Mögen die gemeinsamen Erlebnisse auch für die Mini-Arbeit in unserer Pfarrei noch lange eine lebendige Quelle sein!


David Rüegsegger, Präses Minis 

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