Sonntag, 15. Dezember, 17.00 Uhr: Orgel und Orchester


 

Wenn Orgel und Orchester im Konzert zusammenfinden, begeg-nen sich zwei Grosse: beide verfügen allein über eine Fülle von Klängen und Farben, die sie unabhängig von jeder musikalischen Partnerschaft macht. 

Im Konzert der OrgelPunkte Hochdorf vom 15. Dezember 2013 demonstrieren das Orchester Hochdorf unter seiner Dirigentin Viliana Valtcheva und André Stocker an der Orgel das Mit- und Gegeneinander von Orgel und Orchester in Werken von Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788) und Karl Hoyer (1891–1936). 

Der zweite Bachsohn komponierte eine grosse Zahl von Konzerten für verschiedene Soloinstrumente und Orchester; das Konzert Es-Dur H 446 aus dem Jahr 1759 verlangt explizit die Orgel als Soloinstrument. Der in den Ecksätzen virtuos verspielte Orgelpart ist allerdings so gestaltet, dass er auch auf dem Cembalo gespielt werden kann. Die dreisätzige Anlage mit der Abfolge schnell – langsam – schnell und die durch Tuttiritornelle und Soloepisoden und eine spezifische Tonartenabfolge geprägte Satzform stehen in der durch Antonio Vivaldi etablierten Tradition. In die Tiefe geht der langsame Satz in As-Dur, den die Streicher mit Dämpfer spielen. 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte das Orgelkonzert, bedingt durch die weite Verbreitung der Konzertsaalorgel, eine neue Blütezeit. Zu den letzten Werken dieser Epoche gehört das Concertino G-Dur im alten Stil op. 20 von Karl Hoyer, Schüler von Max Reger und Organist an der Leipziger Nikolaikirche. Wie Carl Philipp Emanuel Bach hält sich Hoyer an die Satzfolge langsam – schnell – langsam. Trotzdem ist das aparte Werk mehr als eine Stilkopie. Die dichte Instrumentation im Orchester, die rhythmische Vielfalt, die verblüffenden harmonischen und dynamischen Wendungen sowie der innige Dialog zwischen Orgel und Solovioline im Adagio lassen ein Werk entstehen, das die Klanglichkeit später Romantik mit impressionistischen Anklängen zu verbinden weiss. 

Die übrigen Werke des Programms sind dem Orchester vorbehalten. In den Drei Stücken im alten Stil für Streichorchester von Mikołaj Górecki von 1963 kündigt sich die Distanzierung des Komponisten von der strengen Avantgarde der 1960er Jahre und die Hinwendung zu einer konservativen, wohlklingenden Musik an. Sie zeugen vom neu erwachten Interesse des gläubigen Komponisten an den liturgischen Gesängen des Mittelalters.

Die Ouvertüre zur Oper Rinaldo von Georg Friedrich Händel eröffnet das Konzert festlich. 

André Stocker

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