Die Zeit ist reif!

Startanlass zur Errichtung des neuen Pastoralraumes LU8
Die Bildung der 26 Pastoralräume im Kanton sollte bis 2014 abgeschlossen sein, doch kürzlich hat Bischof Felix Gmür die Frist bis 2018 verlängert. Den Zeitplan einhalten dürfte der Pastoralraum mit den Pfarreien Hochdorf, Hohenrain, Kleinwangen und Römerswil. Zum Startanlass unter dem Motto „Die Zeit ist reif" fanden am 19. Februar rund hundert Personen den Weg ins Zentrum St. Martin Hochdorf. Die Mitglieder der vier Pfarreien sollten sich zu Beginn des Prozesses gründlich informieren und erste überpfarreiliche Kontakte knüpfen können.

Den Glauben ins Spiel bringen
Bischofsvikar Ruedi Heim, zuständig für die Bistumsregion St. Viktor, sprach zunächst über Sinn und Zweck der Pastoralräume. Sie ergeben sich aus den Erkenntnissen des Pastoralen Entwicklungsplans Bistum Basel (PEP). Der PEP geht davon aus, dass der Glaube in einer säkularisierten Gesellschaft neu ins Spiel gebracht werden muss. In dieser Situation haben Pastoralräume eminente Vorteile: sie umfassen erweiterte Lebensräume, ermöglichen die drei Grundvollzüge der Kirche (Verkündigung, Liturgie, Diakonie), entlasten die Verantwortlichen für Nahräume von bestimmten Aufgaben und sprechen dank ihrer Grösse Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und aus verschiedenen Milieus an. Selbstredend sind Pastoralräume auch Ausdruck der Mangelverwaltung: die knappen personellen Ressourcen sollen optimal zum Einsatz kommen. Die Pastoralräume werden als grundlegende Organisationseinheit auf Dauer durch den Bischof errichtet.

Mitte 2014 am Ziel
Pfarrer Roland Häfliger, Hochdorf, Projektleiter und designierter Pastoralraumleiter, skizzierte den Weg zur Errichtung des Pastoralraums durch den Bischof Mitte 2014.

Dazu sind folgende Grundlagen zu erarbeiten:
- Pastoralraumkonzept
- Grundlagen für die Umsetzung
- Pastoralraumstatut
- Vereinbarung der Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden

Das Pastoralraumkonzept legt die pastoralen Schwerpunkte fest und definiert die strategischen Ziele für die ersten Jahre nach der Errichtung des Pastoralraums.
Das Pastoralraumstatut bestimmt die Leitungsstruktur, die Teams, die Administration und den Stellenplan des kirchlichen Personals.
Die Vereinbarung der Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden wird vertraglich geregelt. Der Vertrag enthält ein Finanzierungsmodell und regelt Personal- und Infrastrukturfragen sowie die Organisation. Die Errichtung des Pastoralraums soll kostenneutral erfolgen und die beteiligten Kirchgemeinden auf Dauer finanziell entlasten.

Kritische Rückfrage
Auf die Frage aus dem Publikum, ob die Personaldecke in zehn Jahren für die 26 Pastoralräume noch reiche, zumal keine Veränderung in den Zulassungsbedingungen zum Priesteramt zu erwarten sei, antwortete Ruedi Heim, strukturelle Reformen seien zwar wichtig und nötig, aber der Kern des Problems sei eine Krise des Glaubens.

Pfarrer Roland Häfliger schloss den Abend mit einer kurzen Besinnung, dem gemeinsamen Singen des Liedes „Du bist da wo Menschen leben" und dem Pastoralraumgebet. Jede Pfarrei erhielt ein identisches, noch fast leeres Pastoralraumbuch, das künftig in ihrer Kirchen aufliegt und nach und nach gefüllt wird.

André Stocker

 

 



 

 

 




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www.pastoralraum-baldeggersee.ch
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