Sonntag, 10. März, 17.00 Uhr: Very british


 

England funktioniert anders! Auf den Strassen gilt Linksverkehr; an Fish and Chips und Plum Pudding muss man sich ebenso gewöhnen wie an den speziellen britischen Humor eines Mr. Bean. Die jahrhundertelange Isolation machte die britischen Inseln zum Refugium des Besonderen, manchmal auch Absonderlichen. Der Spleen ist eine echt britische Erfindung! 

Very British ist auch das letzte Konzert der OrgelPunkte Hochdorf im Zyklus 2012/13, das der Chor St. Martin unter der Leitung von Martin von Matt und André Stocker an der Orgel gemeinsam gestalten. Ihr musikalischer Five O’Clock Tea offeriert Leckerbissen der englischen Chor- und Orgelmusik. 

Der Evensong
Der Chorgesang hat in den englischen Kirchen und Konzertsälen eine lange Tradition. Der Evensong, das Abendgebet der anglikanischen Kirche, ist ohne Chorgesang undenkbar. Zum Evensong gehören das Magnificat (Lobgesang der Maria) und das Nunc dimittis (Lobgesang des Simeon). Charles Villiers Stanford (1852-1924) hat beide mehrmals vertont. Sein Opus 115 deutet den Text mit allen Mitteln der musikalischen Rhetorik und besticht durch starke Kontraste und farbige Harmonik. In den Kontext des Evensong gehören auch die A-capella-Sätze von William H. Monk, Edward Elgar und Ralph Vaughan Williams, die zu Beginn des Konzerts erklingen. Edward Elgar, der englische Komponist seiner Zeit, ist im Programm mit zwei weiteren Werken präsent: Ave verum und Ave Maria gehören zu Elgars frühsten Kompositionen. In einem Brief nennt er sie „zarte kleine Pflanzen", die es liebevoll zu behandeln gilt!

 Der Tradition verpflichtet
Very British ist die englische Chormusik auch in ihrer Absage an die Moderne. Robert Jones (*1945) und Christopher Tambling (*1964) bedienen sich einer traditionellen Klangsprache. Christopher Tamblings viersätzige Festmesse in F aus dem Jahr 2011 überrascht durch melodische und harmonische Feinheiten und einen eigenständigen Orgelpart.

 Zu den produktivsten und meist gespielten englischen Orgelkomponisten seiner Zeit zählt William Faulkes (1863–1933). Vier unterschiedliche Werke stehen auf dem Programm. Die Concert Overture Es-Dur bringt die orchestrale Seite der Orgel zur Geltung. Die Berceuse G-Dur ist ein sentimentales Charakterstück, das Scherzo D-Dur entführt in die Welt der Elfen und Gnomen. Guy Bovet hat die Orgelmusik Faulkes mit wenigen Worten treffend charakterisiert: Sie „ist wohlklingend, sentimental und bombastisch. Man meint, die Engländer zögen nur aus ihren Kirchen aus, ohne sie jemals zu betreten."

André Stocker

 

 




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