Sonntag, 27. Oktober, 17.00 Uhr: Jagdfanfaren und Hornmelodien


 

Punkt ist nicht gleich Punkt! Der Punkt als grundlegendes Element der Geometrie ist ein Objekt ohne jede Ausdehnung. Die OrgelPunkte Hochdorf dagegen setzen seit fünf Jahren markante Akzente im Seetaler Musikleben. Am 2. November 2008 fand das erste Konzert der OrgelPunkte Hochdorf statt. Das Eröffnungskonzert des Zyklus 2013/2014 vom 27. Oktober 2013 mit der Jagdhornbläsergruppe Auerhahn unter Joseph Koller und André Stocker an der Orgel ist das um ein paar Tage vorgezogene Geburtstagsständchen zum fünfjährigen Bestehen der OrgelPunkte Hochdorf. Fünf Jahre sind im schnelllebigen, auf Events fokussierten Kulturbetrieb keine Kleinigkeit! Möglich wurde diese Kontinuität durch treue Vereinsmitglieder und Sponsoren, einen engagierten Vorstand, die Unterstützung der katholischen Kirchgemeinde und natürlich das Konzertpublikum.

Schmissige Jagdfanfaren…
Die Jagdhornbläsergruppe Auerhahn war bereits zweimal im Rahmen von Hubertus-Messen in der Pfarrkirche St. Martin zu hören. Das Konzert vom 27. Oktober steht unter dem Motto „Auf zum fröhlichen Jagen!" Auf dem Programm stehen traditionelle Jagdfanfaren und die „Grande Messe de Saint Hubert" von Jules Cantin. Sie erinnern daran, dass die Jagd früher ein adliges Vergnügen war, das einzelne Herren bis zum Exzess pflegten. So soll der sächsische Kurfürst August der Starke (1670–1733) allein in den Jahren 1710 bis 1726 rund 17'000 Tiere erlegt haben! Der Schritt von der Jagdfanfare zur Kunstmusik war klein: in seiner Suite Es-Dur kombiniert Georg Philipp Telemann zwei Jagdhörner mit zwei Violinen und der unentbehrlichen Generalbassstimme. Im Konzert ist das Werk in einer Fassung für zwei Hörner und Orgel zu hören.

Auch die Organisten erlagen dem Reiz des Jagdhornklanges. Von Jean-Jaques Beauvarlet-Charpentier kennen wir einen schmissigen Grand-Chœur, der unverkennbar die Jagdhörner imitiert, und noch Charles-Marie Widor komponierte für die erste Fassung seiner 2. Orgelsymphonie ein Scherzo mit dem Titel „La Chasse"!

…und lockende Hornmelodien
Das klassische Pendant zum Jagdhorn ist das Waldhorn oder schlicht Horn. Sein warmer, weicher, voller und dunkler Klang und seine Fähigkeit, Nähe und Ferne zu suggerieren, kamen der musikalischen Ausdruckswelt der Romantik besonders entgegen. In zahlreichen Gedichten Eichendorffs avanciert das Horn zum romantischen Topos für Waldeinsamkeit und Fernweh. Joseph Koller beherrscht auch dieses Instrument und setzt mit der Romanze aus Mozarts Hornkonzert KV 447 und der Romance op. 36 von Camille Saint-Saëns einen subtilen Kontrapunkt zu den Fanfaren der Jaghörner.

 

André Stocker

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