Informationen zum Pastoralraum Baldeggersee

Vor acht Jahren wurde im Bistum Basel unter dem Titel „Den Glauben ins Spiel bringen“ der Pastorale Entwicklungsplan (PEP) verabschiedet. Er bildet die Grundlage für eine zeitgemässe und zukunftsfähige Seelsorge und kirchliche Arbeit auf allen Ebenen. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplexer als vor einigen Jahrzehnten. Die Seelsorge ist auf diese sich verändernde Gesellschaft auszurichten. Die Pastoral, die nötig ist, um den Glauben in einer ausdifferenzierten Gesellschaft ins Spiel zu bringen, bedingt ein Denken für das grössere Ganze und benötigt grössere Organisationsräume. Diese haben auch den Vorteil, das knapper werdende Personal sinnvoll einzusetzen. Der Bischof hat deshalb beschlossen, das Bistum in Pastoralräume zu gliedern. Die Pastoralräume sollen bis 2016 errichtet sein. In den Pastoralräumen arbeiten mehrere Pfarreien verbindlich und auf Dauer zusammen.
Die Pfarreien und Kirchgemeinden Hochdorf, Hohenrain, Kleinwangen und Römerswil nahmen die Vorbereitungsarbeiten für das Pastoralraumerrichtungsprojekt bereits Ende 2011 auf. Im Dezember 2012 startete die eigentliche Projektphase, an der über 30 Personen aus allen Pfarreien in verschiedenen Gruppen und Gremien beteiligt sind. Nun sind die vom Bistum geforderten Unterlagen und Konzepte zur Seelsorge und Organisation im Pastoralraum erstellt. Wenn das Pastoral- und Organisationskonzept vom Bischof bewilligt ist, gibt er grünes Licht für die Errichtung des Pastoralraums. Diese ist bei uns für den Samstag, 23. August 2014, geplant.
Im Pastoralkonzept sind sechs Schwerpunkte definiert, auf die bei uns neben den vielen andern Aufgaben spezielles Gewicht gelegt werden soll:
die Förderung der diakonisch-sozialen Aufgaben der Pfarreien
die Glaubensbildung erwachsener Menschen
ein bewussteres Erleben der Sakramente (bei uns besonders die Firmung)
das Fördern von Gemeinschaft im Glauben
die Seelsorge in den Alters- und Pflegeheimen und die Alterspastoral
die Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation.

Ein einziges gemeinsames Seelsorgeteam wird die genannten Schwerpunkte, aber auch das „Tagesgeschäft“ mit den vielfältigen Aufgaben wie Gottesdiensten, Religionsunterricht, Sakramenten, Beerdigungen, Krankenbesuchen usw. planen und umsetzen. Vieles wird wie bisher vor Ort in den einzelnen Pfarreien angepackt und gestaltet. Mitglieder des Seelsorgeteams, die als Bezugspersonen für einzelne Pfarreien bezeichnet sind, werden dafür besorgt sein, dass das Pfarreileben vor Ort lebendig bleibt. Einiges jedoch wird bewusst neu auf der Ebene des Pastoralraums geplant und teilweise auch durchgeführt. So können Synergien erzeugt und Ressourcen gespart werden. Eine angepasste Gottesdienstordnung ermöglicht, dass die Predigenden ihre vorbereite Predigt in mehreren Pfarreien halten können. Gerade in der Sonntagsliturgie werden die Pfarreiangehörigen künftig den verschiedenen Seelsorgenden des Pastoralraums begegnen können und umgekehrt die Seelsorgenden den Pfarreien.
Die Leitung des Pastoralraums übernimmt Pfarrer Roland Häfliger. Er wird Pfarrer aller vier Pfarreien sein. Ihm stehen Teams zur Seite: das Pastoralraumteam im strategischen Bereich sowie das Seelsorgeteam in operativen Fragen. Es gibt diverse Fachbereiche wie Katechese, Diakonie und Kommunikation, für die Verantwortliche bestimmt werden. Die Verbindung zu den kleineren Pfarreien wird durch Bezugspersonen wahrgenommen. Der Pastoralraumpfarrer und die Teams werden von den bestehenden Pfarreiräten beratend und mitgestaltend unterstützt. Der Einbezug von Gläubigen, ihr Mitdenken und Mitarbeiten, soll auch in Zukunft gefördert werden.
Das Seelsorgekonzept sowie die neue Organisationsstruktur bilden das Grundgerüst der Arbeit im Pastoralraum. Wenn der Pastoralraum errichtet ist, stehen jedoch neue Herausforderungen an. Das Konzept muss in den nächsten Jahren konsequent umgesetzt und mit Leben gefüllt werden. Die neuen Strukturen und Abläufe müssen sich einspielen und bewähren. Und die vier Pfarreien müssen zu einem konstruktiven und bereichernden Miteinander finden. Die Projektarbeiten, welche Leute aus den verschiedenen Pfarreien näher brachten, trugen zu einem Bewusstsein bei, dass wir alle zusammengehören und auf einen gemeinsamen Weg gestellt sind. Diese Erfahrung motiviert, diesen gemeinsamen Weg zuversichtlich unter die Füsse zu nehmen.
Eine Arbeitsgruppe, zusammengesetzt aus Präsident, Kirchmeierinnen und Kirchmeier der Kirchgemeinden Hochdorf, Hohenrain, Kleinwangen und Römerswil hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Ausgestaltung des Vertrages beschäftigt, der die Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden regelt. Die Landeskirche des Kantons Luzern hat dazu einen entsprechenden Leitfaden geschaffen. In Anlehnung an diesen Leitfaden ist der Vertrag für den Pastoralraum Baldeggersee entstanden. Dieser Vertrag stellt die religiöse Betreuung der Katholikinnen und Katholiken in den Pfarreien Hochdorf, Hohenrain, Kleinwangen und Römerswil sicher. Dabei bleiben die Kirchgemeinden des Pastoralraumes aber autonom und die Eigentumsverhältnisse bleiben unberührt. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit der verschiedenen Gremien im Pastoralraum, die Organisation der Seelsorge und die Finanzierung.

Der Kirchenrat Hochdorf empfiehlt Ihnen, dem Vertrag Pastoralraum Baldeggersee zwischen den Kirchgemeinden Hochdorf, Hohenrain, Kleinwangen und Römerswil an der Kirchgemeindeversammlung vom 12. Mai 2014 zuzustimmen.

Hochdorf, 10. April 2014

Kirchenrat Hochdorf

Pirmin Baggenstos
Kirchenratspräsident

Thomas Saxer
Kirchmeier



Sekretariat:
Kirchplatz 2, 6280 Hochdorf
Tel. 041 910 10 93

Kirchgemeindeverwaltung:
Hohenrainstr. 3, 6280 Hochdorf
Tel./Fax. 041 911 06 70

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Infos zum Pastoralraum:
www.pastoralraum-baldeggersee.ch
In die Kirche eintreten? Kein Problem...
www.kircheneintritt-lu.ch

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