Sonntag, 14. Dezember, 17.00 Uhr: Tasten & Saiten


 

Wenn der Himmel voller Geigen hängt, herrscht pure Freude. Die seit dem 17. Jahrhundert nachweisbare Redensart bezieht sich auf die biblischen Engelchöre, die in der Barockmalerei häufig als musizierende Orchester dargestellt werden und so die himmlischen Freuden bildlich darstellen.

Die OrgelPunkte Hochdorf können keine Engelchöre verpflichten. Doch auf den faszinierenden, nuancenreichen Klang der Geige, genauer der Violine, muss das Konzertpublikum nicht verzichten. Am 14. Dezember stellt die Geigerin Judith Lötscher ihr Instrument mit Musik vom Barock bis ins 20. Jahrhundert vor. André Stocker begleitet sie an der Orgel.

In der klassischen Musik erlangte die Violine nicht zuletzt dank ihres hellen, durchdringenden Klangs eine dominierende Stellung. Die Violinen bilden zusammen mit Bratschen, Celli und Kontrabässen den Hauptharst des Orchesters. Auch als Soloinstrument läuft die Violine nahezu allen andern Instrumenten den Rang ab. Die Sonaten und Konzerte die seit gut 350 Jahren für die Violine entstanden, sind Legion.

Barock und Klassik
Johann Gottlieb Graun (1703-1771), Konzertmeister in der Hofkapelle Friedrichs II. von Preussen, genoss als Geiger einen hervorragenden Ruf. Bemerkenswert an seiner Sonate D-Dur ist der Wechsel von rezitativischen und ariosen Partien im Kopfsatz und das abschliessende Pastorale im wiegenden 12/8-Takt.
Johann Sebastian Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo stellen höchste Ansprüche an die Interpreten. Allemande, Sarabande und Giga der Partita d-Moll sind glänzende Beispiele für virtuos ausgestaltete barocke Tänze.
Die Violinkonzerte von Joseph Haydn sind reizvolle Beiträge zur Gattung. Der Mittelsatz des G-Dur-Konzerts ist eine Arie, ein Lied ohne Worte, in der die Violine die Rolle der Singstimme übernimmt.

Romantik und Moderne
Joseph Rheinbergers Thema mit Veränderungen op. 150,1 zeigt den Komponisten von der romantisch-schwelgerischen Seite. Die Violine stellt das liedhafte Thema vor; die folgenden Variationen zeigen, dass Rheinberger die klanglichen und technischen Möglichkeiten des Instruments bestens kannte.

Karl Hoyer verarbeitet in seiner Weihnachts-Kanzone op. 34 eine Melodie von Adam de la Hale aus dem 13. Jahrhundert. Satztechnisches Können, melodischer Einfallsreichtum und vollendete Beherrschung des Orgelsatzes zeichnen das atmosphärisch dichte Werk aus.

Nach Hermann Schroeders Duo da chiesa aus dem Jahr 1970 schliesst das Konzert mit Alexander Macfarrens Andante und Rondo. Die zweiteilige Komposition erinnert an ein Konzertstück für Violine und Orchester und entlässt das Publikum in gelöster Stimmung.


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