Sonntag, 1. Februar, 17.00 Uhr: Tasten & Saiten


 

An einem grossen Konzertflügel können bis zu vier Spieler Platz nehmen und mit acht Händen den schwarzen Riesen bearbeiten. Der weniger umfangreiche Orgelspieltisch bietet immerhin Raum für zwei Organisten, die mit vier Händen und vier Füssen der Königin der Instrumente eine Fülle von Klängen und Farben zu entlocken vermögen, wenn sich ihre Hände und Füsse auf dem engen „Spielfeld“ nicht in die Quere kommen!
Das Musikerpaar Eva und Marco Brandazza beherrscht das Musizieren „a quattro mani e quattro piedi“ an der Orgel aus dem ff und demonstriert sein Können im Rahmen der OrgelPunkte Hochdorf am Sonntag, 1. Februar, in der Pfarrkirche St. Martin. Der Herkunft der Musiker entspricht die Gliederung des Programms in einen deutschen und einen italienischen Teil.
Im Zentrum des „deutschen Teils“ steht die d-Moll-Sonate op. 30 des Dresdener Organisten Gustav Adolf Merkel. Das monumentale Werk vertont Textstellen aus den Psalmen 42 und 43. Der Komponist gewann damit 1858 den 1. Preis eines Wettbewerbs der „Deutschen Tonhalle“ Mannheim.
Der „italienische“ macht die Zuhörer mit zwei modernen italienischen Komponisten bekannt: Sandro Carnelos verarbeitet in seiner Fantasie die gregorianischen Melodien „Victimae paschali laudes“, „Ave maris stella“ und „Veni creator Spiritus“. Ein altes venezianisches Volkslied inspirierte Sandro Carneos zum Stück „La Cova del Mare“.
Der Schluss des Konzerts gehört der italienischen Orgelmusik des 19. Jahrhunderts, die sich unter anderem darin gefiel, die Gottesdienstbesucher mit den aktuellen Opernhits zu un-terhalten. Auch die genuinen Orgelwerke huldigen der leichten Muse, wie Luigi Malerbis Romanze und Rondo belegt. Giovanni Morandi, Kapellmeister am Dom von Senigallia, nutzt in seiner Orgelmusik geschickt die klanglichen Möglichkeite der Orgeln seiner Zeit. Die prachtvoll orchestrierte „Sinfonia Marziale“ schlägt einen heroisch kriegerischen Ton an und erinnert daran, dass Italien erst im 19. Jahrhundert nach verschiedenen Kriegen zu einem politisch geeinten Land wurde.

André Stocker



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