Die Geheimnisse des Glaubens

do. Menschen, die Verantwortung tragen, halten die Gesellschaft zusammen. Manchen hilft dabei ihr Glaube. Darüber zu sprechen fällt freilich schwer.

«Was glaubsch (du) eigentlich?» heisst die dreiteilige Gesprächsreihe des Pastoralraums Baldeggersee, um «Das Gewicht der Verantwortung» ging es am ersten Abend am Mittwoch vergangener Woche. Die stündige Plauderei war kurzweilig. Jedoch: Dass die Gäste auf dem Podium erst am Schluss und auf eine Frage aus dem Publikum – sehr persönlich allerdings –erklärten, welche Rolle Religion und Glaube in ihrem Leben spielen, unterstreicht, wie schwer es fällt, darüber zu reden.

«Gott nicht so im Mittelpunkt»
Dabei vertraten die drei mit ihrer Art, als Gläubige durchs Leben zu gehen, wohl die Mehrheit des Publikums im vollen Saal des Zentrums St. Martin: Man fühlt sich zwar der Kirche zugehörig, hat aber «Gott nicht so im Mittelpunkt», wie es Radiomoderatorin Christina Lang (Ballwil/Zürich) ausdrückte. Sie bete «eher», wenn sie «ein Bedürfnis» habe und vertraue unter anderem auf den heiligen Antonius, räumte Gaby Blum (Gelfingen) ein, Führungsfrau in Beruf und Vereinen. Der Hochdorfer Jungwacht-Scharleiter Remo Müller wiederum meinte, es gebe «nichts Klares», woran er glaube oder nicht glaube. Die Lager- und Aufnahmegottesdienste oder der Weihnachtsgottesdienst mit der Familie gehörten jedoch «fest dazu». Moderator Diego Yanez schliesslich sagte, er gehe nicht «z’Chele», wenn Messe sei, sondern «wenn niemand drin ist. Weil ich die Ruhe liebe.»

Andere Meinungen einbeziehen
Nun ist Verantwortung, und darum ging es an dem Abend, zwar eine durchaus irdische Sache; wie jemand allerdings trägt, was ihm aufgebürdet wird, hat mit Lebenshaltung zu tun, mit den Werten christlicher Ethik, nach denen Diego Yanez fragte. Für Christina Lang ist die Nächstenliebe «der wesentliche Punkt» dabei. Gaby Blum erfuhr als Vereinspräsidentin, dass es hilfreich sein kann, den Blickwinkel zu wechseln und Lösungen auch von anderen zuzulassen. In der Jungwacht schliesslich muss die Scharleitung mitunter einen harten Entscheide treffen. «Aber Mitbestimmung ist ein Grundsatz von uns», betonte Remo Müller. Zustimmendes Nicken erntete Gaby Blum, als sie festhielt, Menschen, die Verantwortung trügen, hielten letztlich die Gesellschaft zusammen. «Und dies tun ja alle, die sich auf irgend eine Weise um andere kümmern. Auch in der eigenen Familie»

«Darauf sind wir stolz»
Pfarreiratspräsidentin Brigitta von Moos freute sich über die Vielfalt in ihrem Schlusswort: «All das ist Glaube, vieles hat Platz, und darauf sind wir stolz.» Der anschliessende Apéro lockte viele der etwa 140 Besucherinnen und Besucher zum Bleiben, die aus allen Pastoralraum-Pfarreien kamen. Die Reihe wird, wie die früheren Angebote der kirchlichen Erwachsenenbildung in Hochdorf, organisiert vom Frauenbund Hochdorf, Gemeinnützigen Frauenverein Hochdorf, von der KAB und der Kolpingfamilie Hochdorf sowie vom Pfarrei- bzw. Pastoralraumrat.

Weitere Abende:
Donnerstag, 22. Februar: «Dem Himmel so nah». Mit Thomas Bucheli, Meteorologe, TV-Moderator; Sr. Zita Estermann, Generaloberin der Baldegger Schwestern; Reto Bamert, Unternehmer, Ballonfahrer. Dienstag, 20. März: «Grenzen sprengen». Mit Alois Metz, Theologe und Psychiatrieseelsorger; Lukas Willimann, Rollstuhlsportler; Jeanette Burri, Schwingerkönigin und Familienfrau. – Jeweils 19 Uhr, Zentrum St. Martin, Moderation Diego Yanez Eintritt frei.




 

 



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