Auferstehung zum Miterleben

Drei, die Grenzen gesprengt haben, erzählten am dritten Abend in der Reihe «Was glaubsch (du) eigentlich?» von sich. Geschichten von Auferstehungen.

do. Da sass auf der einen Seite der wortkarge Lukas Willimann (24), der seine Beine nicht gebrauchen kann und aber als Rollstuhlsportler Medaillen gewinnt. Ob er glücklich sei, fragte ihn Moderator Diego Yanez. «Ja», lautete die Antwort. Ob es vorkomme, dass man ihm dies nicht glaube? Nein, das erlebe er nicht.

Neben Willimann nahm die wortsprudelnde Jeanette Burri (39) Platz, die sich gegen den Willen der Mutter für einen Männersport entschied, als Schwingerkönigin feiern durfte, aber als Mutter ein Kind mit wenigen Tagen verlor und ihre Trauer in einem Buch verarbeitete. Ob sie mit Gott gehadert habe, wurde sie gefragt. «Ja», antwortete auch sie. Aber nicht lange. «Für mich gibt es definitiv <etwas>», sagte sie, und ohne ebendieses näher zu bezeichnen, wusste der Saal, was sie damit meinte.

Berufungsgeschichten
Schicksale, die den dritten auf dem Podium faszinieren, den wortgewandten Alois Metz, der einst als halbfertiger Bauingenieur in die Theologie gewechselt hatte, heute als Psychiatrieseelsorger tätig ist und sich darin als berufsmässigen Geschichtenerzähler sieht. «Aus Leidenschaft den eigenen Weg gehen, auch gegen Widerstand: eine Berufungsgeschichte vom Feinsten», sagte er über Jeanette Burri. Die Zufriedenheit von Lukas Willimann wiederum, «diese Geschichte heilt auch mich», befand Metz, «sitzt der im Rollstuhl und sagt doch, er sei glücklich. Das haut mich um.» Stille im Raum.

Das passte, das war, ungeplant zehn Tage vor dem Fest, die Übersetzung von Karwoche-Geschehen und Ostern ins Heute. «Eine Frau, die ihr totes Kind in den Armen hält und damit fertig wird, ein Mann, der die Kraft seiner Beine verliert und daran nicht verzweifelt: das sind doch Auferstehungsgeschichten», sagte Alois Metz. «Und wir erleben sie nicht nur in der Phantasie, sondern sitzen dabei.»

«Extrem spannend»
«Was glaubsch (du) eigentlich?»: Die drei Gäste gaben auch am dritten Abend auf persönliche Weise Antwort auf diese Frage, in Sätzen und zwischen den Zeilen. «Extrem spannend» seien die Gespräch auf dem Podium und beim jeweils anschliessenden Apéro gewesen, sagte Brigitta von Moos, Präsidentin des Pastoralraumrats. «Sie zeigen, dass Glaube viele Nuancen hat und man durchaus darüber ins Gespräch kommen kann.»

Erneut kamen um die 180 Besucherinnen und Besucher ins Zentrum St. Martin. Eine Frau aus dem Publikum fasste die Reihe für sich so zusammen: «Wenn so viele Leute zusammenkommen, sich mit Religion und Glaube befassen und die Gespräche darüber wieder in ihr je eigenes Leben tragen, dann leuchtet für mich der Glaube im Alltag.»

 

 



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