Was kommt, wenn «einmal fertig» ist?

Drei, die dem Himmel nahe stehen, erzählten am zweiten Abend in der Reihe «Was glaubsch (du) eigentlich?» von sich. Ein endliches Gespräch über ein ewiges Thema.

do. «Was glaubsch (du) eigentlich?» heisst die dreiteilige Gesprächsreihe des Pastoralraums Baldeggersee; «Dem Himmel so nahe» lautete das Thema des zweiten Abends am Donnerstag vergangener Woche.

Wie sie sich diesen Himmel denn vorstellten, fragte jemand aus dem Publikum die Gäste gegen Schluss. Sr. Zita Estermann, Generaloberin der Baldegger Schwestern, erzählte dazu eine Geschichte, die mit dem Satz endete: «Das Beste kommt erst.» Thomas Bucheli, Meteorologe und Fernsehmoderator, ist sich dessen nicht sicher. Er gehe davon aus, «dass es irgend einmal wie verlöscht», meinte er. Und nicht, dass er danach in «einen Himmel» komme. Was auch Reto Bamert, Unternehmer und früherer Ballonfahrer, «eher so» sieht: «Irgend einmal wird es halt fertig sein.»

«Wir sehen es ja dann»
Fertig? Sie stelle sich vor, «dass es weitergeht», sagte Sr. Zita. «Aber wie, da lasse ich mich überraschen». Sie glaube jedoch «an einen Himmel, an eine Vollendung». Die Nachfrage aus dem Publikum, ob es «dort oben» eine Regie gebe, ob diese sichtbare Welt «gemacht» oder sich im Zug der Evolution «ergeben», schürfte weiter an der Oberfläche jenes Letztendlichen, das sich jedem menschlichen Wissen entzieht. Moderator Diego Yanez setzte dieser «absolut grössten Frage», wie er sie nannte, die nüchterne Bemerkung entgegen: «Wir sehen es ja dann, wenn es so weit ist.»

«Eine gewisse Endlichkeit»
Ohnehin: Für die drei Gäste zählt das irdische Jetzt, weniger das ungewisse Danach. Thomas Bucheli findet, es gehe nicht darum, «wie der Himmel aussieht, sondern wie ich darauf hin lebe. Das ist mir wichtiger.» Wichtiger sind ihm auch Werthaltungen statt Glaubenssätze. Reto Bamert wiederum, der vor acht Jahren die Diagnose Krebs erhielt, sprudelt trotz seiner Einschränkungen vor Lebensenergie. Er hadere keineswegs mit seinem Schicksal: «Ich wende meine Kraft dafür auf, um vorwärts zu schauen. Alles andere bringt nichts.» Die Baldegger Ordensfrauen schliesslich, die sich «Schwestern der göttlichen Vorsehung» nennen, üben sich täglich in Gelassenheit. Auf die Frage von Diego Yanez, wie es um die Zukunft der Gemeinschaft bestellt sei, antwortet Sr. Zita: «Es ist eine gewisse Endlichkeit abzusehen. Aber man weiss nie, was noch geschieht.»

Der zweite Abend von «Was glaubsch (du) eigentlich» zog mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern noch mehr Publikum an als der erste im Januar. Der anschliessende Apéro lockte sie noch zum Bleiben. Die Reihe wird, wie die früheren Angebote der kirchlichen Erwachsenenbildung in Hochdorf, organisiert vom Frauenbund Hochdorf, Gemeinnützigen Frauenverein Hochdorf, von der KAB und der Kolpingfamilie Hochdorf sowie vom Pfarrei- bzw. Pastoralraumrat.

Letzter Abend:
Dienstag, 20. März: «Grenzen sprengen». Mit Alois Metz, Theologe und Psychiatrieseelsorger; Lukas Willimann, Rollstuhlsportler; Jeanette Burri, Schwingerkönigin und Familienfrau. – Jeweils 19 Uhr, Zentrum St. Martin, Moderation Diego Yanez Eintritt frei.




 

 



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