Der Pastoralraumrat in Klausur im Kloster Baldegg

Den Mitmenschen mit Nächstenliebe begegnen



Am 24. und 25. März 2017 traf sich der 20-köpfige Pastoralraumrat zur Klausurtagung in Baldegg. Im Zentrum stand das Thema Diakonie. Eine kantonale Umfrage gab den Ausschlag zu dieser Themenwahl. 70% der befragten Christen gaben an, dass Hilfe am Mitmenschen und soziales Engagement der Kirche für sie einen grossen Stellenwert haben und höher gewichtet werden, als Liturgie und Verkündigung. Das Seelsorgeteam entschied sich deshalb in Absprache mit dem Pastoralraumrat für dieses Thema.
Am Freitag machte Maria Portmann, langjährige Mitarbeiterin der Caritas, den Einstieg. Mit ihrer Hilfe wurde der Begriff Diakonie erläutert und definiert. Nach dem Nachtessen berichtete Marianne Moser von gelebter
Diakonie in unserem Pastoralraum. Sie arbeitete über 20 Jahre im SoBz Hochdorf und engagiert sich heute als Präsidentin des Vereins Brückenschlag. Bei der Planung des Pastoralraumes Baldeggersee arbeitete Frau Moser in der Fachgruppe Diakonie mit.
Am Samstag teilte sich der Pastoralraumrat in vier Gruppen. Als Gruppenthemen standen Senioren, Menschen mit Migrationshintergrund, Familien und Jugendliche zur Auswahl. Jede Gruppe suchte nach möglichen Herausforderungen im ausgewählten Bereich und nach Angeboten und Hilfen. Viele Ideen wurden zusammengetragen. Bei allen Gruppen ging hervor, dass ein niederschwelliges Angebot die wichtigste Voraussetzung ist. Die Kirche sollte ein erster Ansprechpartner sein. Kein Verurteilen, keine Entscheide, sondern ein offenes Ohr, kurzfristige Soforthilfe und Vermittlung an profes-sionelle Fachstellen.
Das Seelsorgeteam ist nun gefordert, die erhaltenen Impulse weiterzuverfolgen und im Alltag umzusetzen. Aber auch wir alle sind gefordert, Diakonie – Nächstenliebe – in unserem persönlichen Alltag umzusetzen. Das anschliessende gemeinsame Mittagessen rundete die Tagung mit anregenden Gesprächen ab.
Marietta Bieri

Was heisst Diakonie?
Wörtlich übersetzt heisst Diakonie Nächstenliebe. Innerhalb der Kirche ist es das soziale Engagement für und mit Menschen, die in irgendeiner Form bedürftig oder bedrängt sind, sei es materiell, psychisch oder physisch.

Wir brauchen eine Kirche für die Armen… für all jene Brüder und Schwestern, die unsere Hilfe am dringendsten bedürfen.
Papst Franziskus, 2013

Diakonie im christlichen Sinn bedeutet für mich, den Mitmenschen, die Hilfe brauchen oder deren Not sichtbar ist mit Verständnis, Toleranz und Nächstenliebe zu begegnen. Nicht die Augen zu verschlies-sen, sondern auf sie zuzugehen.
Josef Heer, Kleinwangen

Für mich war die Klausur eine Bereicherung mehr. Ein Moment mit Gleichgesinnten ohne Hast und Eile. Das Motto Diakonie hat mir einiges klarer gemacht und gezeigt, dass wir vermehrt mit offenen Augen und Ohren für Menschen, die in irgend einer Form bedrängt oder bedürftig sind, da sind.
Barbara Elmiger, Hohenrain

Oft verbinden wir Kirche nur mit Liturgie und Glaubensverkündigung. Diakonie als christlich motivierter Einsatz für die Schwachen und Benachteiligten kommt oft an dritter Stelle. Unsere Klausur half dieser Verkürzung entgegenzuwirken. Wir bleiben dran, damit Diakonie auch in unserem Pastoralraum den ihr zustehenden Platz bekommt.
Pfarrer Roland Häfliger

Die Kirche setzt sich für Menschen ein, denen es nicht gut geht. Für mich ein Grund, mich für die Kirche einzusetzen.
Eveline Duss, Hochdorf



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