Historisches und Legenden

Stiftungs-Legende
Melchior Estermann überlieferte uns die Legende der Kapellenstiftung in seiner «Geschichte der alten Pfarrei Hochdorf». Ein erblindeter Ritter von Hohenrain habe um die Wiedererlangung seines Augenlichtes gebetet. Eines Nachts soll er über dem Hügel bei Urswil ein geheimnisvolles Licht erblickt haben. Er flehte zur heiligen Ottilia und wurde nach diesem Ereignis wieder sehend. Zum Dank und zur Ehre soll er die Urswiler Kapelle gebaut haben.

 

Die Urkunden belegen, dass Oswald Elsner, Statthalter zu Hohenrain, die Kapelle mit den Urswilern gebaut hat. 1564 wurden die beiden Glöcklein in Hohenrain gesegnet. Kapelle und Altar wurden am 2. Juni 1565 geweiht, zur Ehre der Gottesmutter Maria, der heiligen Anna, des heiligen Jakobus, der heiligen Ottilia, der Vierzehn Nothelfer und der Unschuldigen Kinder.

 

Der Stifter erlebte die Einweihung nicht mehr, sein Kirchlein hat aber bis heute als Zufluchtsort und Mahnmal überlebt.

Der künstlerische Schmuck
1858 erstellte der Altarbauer Amberg aus Dagmersellen die zwei Seitenaltäre, die man 1954 entfernte und durch zwei geschnitzte Figuren ersetzte. Die Urswiler erteilten dem Kunstmaler Heinrich Keiser aus Stans den Auftrag für die Altarbilder in ihrer erneuerten Kapelle. Wie ein Rosenkranz umgeben die Vierzehn Nothelfer mit der Schmerzensmutter Maria das Altarblatt «Jesus am Ölberg». Die Jünger schlafen, während Jesus fleht: «Vater, wenn es möglich ist, so lass diesen Leidenskelch an mir vorübergehen!» Die Seitenaltarbilder sind einige Jahre jünger und stellen die Kirchenpatronin Ottilia und die Unschuldigen Kinder dar.

Stationenverein
Am Tage der Kirchweihe vom 21. August 1859 wurde der Stationenverein gegründet. Durch das Gebet der Kreuzwegandacht soll den lebenden Mitgliedern Heil und Gnade, den Verstorbenen Frieden und ewige Ruhe verliehen werden. Die Andachten am Sonntag nach Maria Himmelfahrt (Chilbi-Sonntag), am Fest der heiligen Ottilia (13. Dezember), der Unschuldigen Kinder (28. Dezember) sowie bei Todesfällen von Dorfbewohnern haben ihren festen Platz behalten.

Linde
Das Gericht des Hauses Hohenrain wurde zu Urswil auf dem Rain unter der Linde abgehalten. Um 1470 wurden alljährlich drei Gerichte gehalten, zwei im Winter und eins im Sommer. Nachgerichte fanden in Unterebersol statt. Am 25. Jänner 1484 wurde «off dem Rein zu Urswil unter den Linden» beurkundet, dass hier für alle Güter der Johanniter-Komthurei Hohenrain bei Streitigkeiten der Gerichtsstand sei. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts versammelte sich das Gericht in Hohenrain.

Die markante Linde beim «Chöuchli» war über 170 Jahre alt, als sie im Oktober 2003 nach einer Sturmnacht gefällt werden musste. Über 50 Jahre lang half ein Stahlseil in über 14 Metern Höhe die beiden Hauptäste der mächtigen Krone zusammenzuhalten.

Im März des folgenden Jahres wurde auf der Südseite der Kapelle eine junge Linde gepflanzt.

Nach dem Fällen der grossen Linde vor der Kapelle Urswil im Oktober 2003 wurden Schäden, vor allen an der West- und Nordfassade des «Chöuchli» sichtbar. Anlässlich einer ausserordentlichen Versammlung der Realkorporation Urswil beschlossen die Korporationsbürger, die Aussenrenovierungin im Frühling 2009 in Angriff zu nehmen, um grössere Bausubstanzverluste zu vermeiden.


   




 



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