Doppeltes Jubiläum am 11. März in der Pfarrkirche St. Martin Hochdorf



 

Dass die Konzertreihe OrgelPunkte Hochdorf und die Firma Orgelbau Goll Luzern 2018 beide ein Jubiläum feiern, ist ein schöner Zufall. Ein Konzertzyklus, der die Orgelmusik ins Zentrum stellt, wäre ohne ein erstklassiges Instrument unmöglich. Und die schönste Orgel bliebe ein zwar kunstvoller, aber stummer Apparat, wenn sie nicht regelmässig in Gottes-dienst und Konzert erklingen würde. Die beiden Jubilare liegen altersmäs-sig weit auseinander: Während Orgelbau Goll bereits auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt, sind die OrgelPunkte Hochdorf mit ihren 10 Jahren kaum den Kinderschuhen ent-wachsen.
Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Württemberg, steht am Anfang der Firma Goll. 1868 übernahm er die Werkstatt von Friedrich Haas in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichten eine kontinuierliche Vergrösserung des Betriebs: 1910 beschäftigte Goll 70 Angestellte. In dieser ersten Blütezeit baute Goll 1886 für unsere Pfarrkirche St. Martin einn Instrument mit 26 Registern auf zwei Manualen und Pedal und stattete es mit der damals neuartigen pneumatischen Traktur aus.
International gefeiert wurde 1926 der Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg mit nicht weniger als 135 Registern. Mit dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll, dem Enkel des Firmengründers, endete 1971 die Familientradition.
Beat Grenacher und Jakob Schmidt übernahmen 1972 die traditionsreiche Firma und führten sie zu neuer Grösse. Gegen 100 Instrumente in allen Grössen verliessen seither die Luzerner Werkstatt. Zu ihnen gehört die vorzügliche Orgel der Pfarrkirche St. Martin aus dem Jahr 1986 mit 42 Registern auf drei Manualen und Pedal, die 17 Register des Instruments von 1886 integrierte. Seit 2009 führt Simon Hebeisen den Betrieb.

Orgelbau Goll feiert das Firmenjubiläum mit einer Reihe von Konzerten. Es ist für die OrgelPunkte Hochdorf Ehre und Auszeichnung, dass sie am 11. März eines dieser Konzerte veranstalten und damit gleich das 10-jährige Bestehen feiern dürfen. Der Vorstand mit Präsident Franz Gross, der PR-Verantwortlichen Lea Bischof-Meier, den Finanzfrauen Daniela Ammeter Bucher und Maria Leu und dem künstlerischen Leiter André Stocker hat in zehn Jahren vierzig Konzerte organisiert und die Orgel als Solistin, im Dialog mit Instrumenten und Stimmen und als be-scheidene Begleiterin in Szene ge-setzt. Zahlreiche Sponsoren und Gönner haben mit ihrer finanziellen Unterstützung und dem Besuch der Konzerte die OrgelPunkte Hochdorf zu einer festen Grösse im regionalen Kulturleben gemacht.

Das Konzert vom 11. März ist ein klassisches Orgelrezital. Im ersten Teil spielt André Stocker die Toccata F-Dur von Dietrich Buxtehude und die Passacaglia c-Moll BWV 582 von Johann Sebastian Bach, Höhepunkte barocker Orgelkunst. Der zweite Teil ist der französischen Orgelmusik gewidmet. In den Charakterstücken von Aloÿs Claussmann (1850–1926) entfaltet sich die Klangwelt der klassischen französischen Orgel des 19. Jahrhunderts in allen Facetten. Jean Langlais (1907–1991) schliesslich verbindet in seiner Orgelmusik meisterhaft Gregorianik und Moderne.

Nach dem Konzert stossen wir im Zentrum St. Martin auf 10 Jahre OrgelPunkte Hochdorf an.

André Stocker



André Stocker an der Goll-Orgel in der Pfarrkirche St. Martin Hochdorf.




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