Weihnachtsjubel mit Bach


 

Seit Kurzem gehört das Manuskript von Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe, das die Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt, zum Weltkulturerbe. In der geistlichen Musik des Thomaskantors finden theologische Deutung und Tiefe des Ausdrucks wie kaum bei einem anderen Komponisten zusammen.

Die h-moll-Messe können die OrgelPunkte Hochdorf zwar nicht anbieten, aber im Konzert vom 17. Dezember sind zwei Werke des Leipziger Thomaskantors zu hören, die wunderbar auf Weihnachten einstimmen. Chor, Solisten und Orchester von CANTUS Sempach-Neuenkirch interpretieren die Kantate BWV 110 «Unser Mund sei voll Lachens» und das «Magnificat» BWV 243.
Die Kantate BWV 110 entstand zum 1. Weihnachtsfeiertag 1725. Der vierstimmige Chor, die Solisten und das mit Trompeten und Pauken, Flöten und Oboen, Streichern und Orgel reich besetzte Orchester preisen die Menschwerdung als Gottes grosse Tat, die den Sünder zu Gottes Kind macht. Der Lobgesang der Erlösten, eine schlichte Strophe des Chorals «Wir Christenleut», beschliesst die Kantate. In den Arien kommen die instrumentalen Farben besonders gut zur Geltung. In der Tenorarie treten zwei Traversflöten hervor, in der Altarie kommt die Oboe d'amore zum Zug, in der prächtigen Bassarie konzertiert die Trompete virtuos mit der Solostimme. Geradezu intim gestaltet ist das zentrale Duett «Ehre sei Gott». Sopran und Tenor werden nur von der Contiunogruppe begleitet.
Das lateinische Magnificat, den Lobgesang Mariens aus dem Lukas-Evangelium, hat Bach ebenfalls vertont. Die erste Fassung in Es-Dur mit vier weihnächtlichen Einlagesätzen entstand 1723. Einige Jahre später bearbeitete Bach das Werk, transponierte es in die für die Trompeten günstigere Tonart D-Dur, ersetzte die Blockflöten durch die modernen Traversflöten und verwandelte es so in eine glänzende Festmusik. Dem Komponisten gelingt es, den Text in zwölf knappen Sätzen mit aller Pracht und Inhaltsschwere des Spätbarocks mustergültig zu deuten. Anfang- und Schlusschor bilden durch die Verwendung der gleichen Motivik eine Klammer, stehen sich sozusagen wie zwei Buchdeckel gegenüber.

CANTUS Sempach-Neuenkirch ist das Vokal- und Instrumental-Ensemble der Region Sempachersee. Das von Katharina Benz-Wicki gegründete Vokal-Ensemble setzt sich aus professionellen Musikern, Studenten von Musikhochschulen und Laien-sängern zusammen. Das Instrumental-Ensemble, bestehend aus Orchestermusikern der Oper Zürich, dem Luzerner Sinfonieorchester, Musiklehrern der Musikschule Oberer Sempachersee und deren fortgeschrittenen Schülern, wird je nach Werk immer wieder neu zusammengestellt.
Die musikalische Leitung des Ensembles liegt bei André Ducommun (Korrepetition und Continuo) und Albert Benz (Dirigent).

André Stocker

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